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Investition in moderne Heiztechnik ist eine lohnende Sache

Pro Hunderter: 20 Euro Haben oder Nicht-Haben

Wer als Besitzer einer veralteten Heizanlage seine Energiekosten nachhaltig verringern möchte, muss zunächst Geld in die Hand nehmen - für die Erneuerung der Altanlage. Doch die Investition in moderne Heiztechnik lohnt sich: Um beinahe ein Drittel kann der Brennstoffverbrauch reduziert werden. Damit finanziert sich die neue Heizung über den niedrigeren Verbrauch im Laufe der Jahre beinahe von selbst.

Der hohe Nutzeffekt einer Modernisierung - unabhängig vom jeweiligen Brennstoffpreis - zeigt sich deutlich am Rechenbeispiel eines führenden Heizgeräteherstellers: Um für 50 Euro zu heizen, müssen demnach in eine veraltete Heizung durchschnittlich 75 Euro gesteckt werden. Bei einem modernen Niedertemperaturkessel werden lediglich 50 Euro für den Brennstoff benötigt. Denn beim Altkessel verpuffen rund 10 Euro als Abgasverlust und etwa 15 Euro als Öberflächenverlust. Bei einem modernen Niedertemperaturkessel dagegen gehen im Durchschnitt nur 50 Cent als Oberflächenverlust und nur 2 Euro als Abgasverlust verloren.

Noch vorteilhafter geht die Rechnung beim Einsatz eines modernen Brennwertkessels auf. Denn diese Heizkessel nutzen zusätzlich die im Abgas enthaltene Restwärme für die Raumheizung. So bringen 50 Euro Aufwand für die Brennstoffkosten beinahe ebenso viel Wärme. Freilich kostet ein Brennwertkessel auch etwas mehr als ein Niedertemperaturkessel.

Eine moderne Heizung schont also in jedem Fall das Haushaltsbudget und obendrein die Umwelt. Die Schadstoffemissionen moderner Heizkessel liegen nämlich um gut die Hälfte unter denen eines veraltete. Keine andere Energiesparmaßnahme am Haus ist unter Kosten-Nutzen-Aspekten so sinnvoll wie die Modernisierung einer veralteten Heizung.



Die Ölheizung: Der Einspareffekt bei Teil- und Komplett-Modernisierung

Die kann übrigens auch in zwei Schritten erfolgen. Bereits der Austausch eines in die Jahre gekommenen Ölbrenners bringt eine Energieeinsparung zwischen fünf und zehn Prozent, es verringern sich allerdings nur die Abgasverluste. Eine Teil-Modernisierung ist also angebracht, wenn jemand sofort seinen Energieverbrauch reduzieren möchte, aber derzeit nicht über die finanziellen Mittel für eine Komplett-Modernisierung verfügt. Oder als kurzfristige Übergangslösung, um die aktuellen Abgas-Grenzwerte nach der Bundes-Immissions-Schutz-Verordnung (BlmSchV) einzuhalten. Der neue Brenner kann später problemlos auf den neuen Heizkessel montiert werden.

Richtig sparen lässt sich mit der Komplett-Modernisierung, also neuer Kessel, neuer Brenner und witterungsgeführte Regelung. Dank optimaler Wärmedämmung moderner Heizkessel und niedriger Betriebstemperatur reduzieren sich vor allem Öberflächenverluste erheblich: von durchschnittlich 18 Prozent auf nur noch 0,6 Prozent, die Auskühlungsverluste moderner Ölheizkessel betragen gerade mal 0,4 Prozent. Und die Abgasverluste sinken auf sieben Prozent mitunter sogar noch auf ein oder zwei Prozentpunkte weniger.

Gelegentlich überlegen Besitzer einer veralteten Ölheizung, bei einer Modernisierung den Energieträger zu wechseln. Dieser Schritt muß gut überlegt werden, denn in der Regel wird der Wechsel teurer als die Modernisierung.

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